Dokumentarfilm

1050 Jahre Flechtingen

Der idyllische und geschichtsträchtige Ort Flechtingen wurde erstmals 961 in einer Schenkungsurkunde des ersten deutschen Kaisers Otto I. in Magdeburg erwähnt. Der attraktive Luftkurort liegt nordwestlich der Landeshauptstadt Magdeburg zwischen Altmark und Börde. Er ist geprägt durch eine gelungene Symbiose aus Erholung spendender Natur und florierender Wirtschaft. Aus gutem Grund feierten die Bürger im Jahr 2011 das 1050-jährige Jubiläum der ersten schriftlichen Erwähnung ihres Dorfes. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Luftkurorts Flechtingen.

Was ist ein Dokumentarfilm?

„Ist ein Maler, der die Berge rot oder blau malt, obwohl sie in Wirklichkeit vielleicht braun oder grün sind, ein Lügner, ein Manipulateur, dem das Handwerk gelegt gehört? Nein, er ist ein Künstler. Genau das sind wir Dokumentarfilmer auch […]. Den einzigen Film, den ich als Dokumentarfilm, im alten dokumentarischen Sinne, akzeptieren würde, ist der, den die Überwachungskamera im Bankschalter aufnimmt. Was hat dieser Film mit Kunst zu tun? Nichts! Und genau da sitzt der puristische Dokumentarfilmer in der selbst aufgestellten Falle.“

 

(Kuby 1998)

 

 

Ein Dokumentarfilm kann nicht als reines objektives Spiegelbild der Realität gesehen werden, sondern stellt vielmehr den subjektiven Eindruck des Filmemachers dar. Jeder Dokumentarfilm ist subjektiv, was gleichzeitig Zeugnis seiner schöpferischen Qualität ist. Der Terminus „Dokumentarfilm“ geht auf die englische Bezeichnung „documentary“ zurück, welche im filmischen Zusammenhang erstmals 1926 von John Grierson geprägt wurde. Eine einheitliche Definition des Begriffs „Dokumentarfilm“ ist auch heute noch problematisch. Vielfältige Entwicklungsformen, herausgebildet vor allem durch das Fernsehen, haben zu einer zunehmenden Unschärfe des Begriffs geführt. Es existiert eine Vielzahl von Formaten, die alle mit dokumentarischen Elementen arbeiten, und doch verdienen nur die wenigsten von ihnen die Bezeichnung „Dokumentarfilm“. Aufgrund der Entstehung neuer Hybridformate, wie zum Beispiel die Dokusoap, das Dokudrama oder Scripted Reality, deren Übergänge sich außerdem fließend gestalten, hat sich der klassische Dokumentarfilm selbst zu einer Unterkategorie der Dokumentarfilmgattung entwickelt. Im Rahmen seiner Master-Thesis hat sich Stefan Belling eingehend mit der Erzeugung von Authentizität in Dokumentarfilmen auseinandergesetzt. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit wird der Dokumentarfilm als eine Interpretation von Wirklichkeit verstanden, der auf reale Authentizität abzielt und diese mit filmischen Mitteln so gestaltet, dass Thema, Motive und die Handschrift und Haltung des Autors zum Ausdruck kommen.